Rot: Kastell
Blau: Wachturm sichtbar
Gelb: Wachturm nicht sichtbar; Standort bekannt
Orange: Wachturm nicht sichtbar; Standort nicht genau bekannt
Grau: Kleinfestung/Magazinbau; Standort nicht genau bekannt
Den Rheinlimes habe ich 1999 bereits einmal aufgesucht. Dies war kurz vor dem Entstehen dieser Homepage, deshalb ist noch nichts darüber vorhanden.
Zur Vorbereitung eins anderen Projekts such(t)e ich ab 2019 Teile den Limes in verschiedenen Etappen wieder auf. Diese werden hier laufend ergänzt.
Als um 260 n. Chr. der Obergarmanische Rätische Limes fiel, wurde in der Schweiz der Rhein wieder zur Grenze des römischen Reiches. Die Befestigung wurde hier ausgebaut. Um 375 wurde zwischen den Kastellen zusätzliche Wachtürme erstellt. Diese wurden vermutlich in Sichtdistanz erstellt. Es gab nun die Kastelle Basel, Kaiseraugst, Zurzach und Stein am Rhein und ungefähr 50 Wachtürme.
Die Römer verliessen den Limes 401/402 n. Chr. und überliessen die Verteidigung Verbündeten.
Die nachstehende Nummerierung bezieht sich auf das Buch «Die Römer in der Schweiz». Diese Nummerierung konnte ich beim Turm 41 antreffen.
| Bezeichnung | Lokalisierung | Beschreibung | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Kastell | Basel, Münsterhügel | Das Kastell habe ich separat beschreiben | |||
| WT1 | Birsfelden | Dieser Turm ist beim Bau des Auhafens zerstört worden. Die exakten Koordinaten sind mir nicht bekannt. Deshalb ist der Wachturm auf der Karte nur ungefähr eingezeichnet. | |||
| WT2 | Muttenz, Au-Hard | Die Fundamente dieses Turmes wurden konserviert und sind heute sichtbar | |||
| Kastell | Kaiseraugst | Das Kastell habe ich separat beschrieben | |||
| WT3 | Rheinfelden, Rheininsel | Dieser Turm wurde beim Burgbau um 1’000 zerstört. Ich habe den Standort auf der Insel eingezeichnet. | |||
| WT4 | Pferrichgraben | Die Fundamente dieses Turms sind konserviert und heute sichtbar | |||
| WT5 | Heimenholz | Dieser Turm ist in den Rhein gestürzt. Beim WT4 gibt es eine Karte, wo der Standort dieses Turmes so eingezeichnet ist, wie ich es hier nun gemacht habe. | |||
| WT6 | Möhlin-Riburg, «Bürkli» | Heute sind Reste eines Torbaus aus dem 8./9. Jahrhundert zu sehen. Der Turm ist nicht erhalten. | |||
| WT7 | Möhlin, Fahrgraben | Reste sind konserviert | |||
| WT8 | Möhlin, Untere Wehren | Reste sind konserviert | |||
| WT9 | Wallbach-Stelli | Reste sind konserviert. Die Literatur spricht auch von einer Kleinfestung. | |||
| WT10 | Wallbach, Unter der Halde | Zerstört | |||
| WT11 | Wallbach | Privat (?). Gemäss dieser Seite bei den Koordinaten 635131/267725. | |||
| WT12 | Mumpf | Angeblich solle eine Mauer sichtbar sein. Weder 1999 noch 2020 konnte ich diese finden. Dieser Bau wird heute als Magazinbau gedeutet (die Infotafel beim WT9 spricht von einer Kleinfestung). Gemäss meinen Angaben ist die Mauer beim Hotel Anker, so habe ich es eingezeichnet. | |||
| KF | Stein | Die Kleinfestung ist zerstört. Den Standort habe ich gemäss Karte beim WT9 eingezeichnet. | |||
| WT13 | Salmenwaage / Nase | In den Rhein gestürzt. Beim WT9 ist eine Karte mit den Türmen 8 bis 14. Dort ist dieser Turm nicht eingezeichnet. Zum Standort habe ich «Nase» als Angabe, deshalb habe ich ihn dort eingezeichnet. | |||
| WT14 | Sisselen | Zerstört. Dieser Bau wird heute als Magazinbau gedeutet (die Infotafel beim WT9 spricht von einer Kleinfestung). Den Standort habe ich gemäss Karte beim WT9 eingezeichnet. | |||
| WT15 | Kaisten, Kaiserbach | Zerstört. Da mir nur «Kaisterbach» bekannt ist, habe ich den Standort in der Nähe dieses Baches eingezeichnet. | |||
| WT16 | Laufenburg, Schlossberg | Zerstört. Den Standort habe ich bei der Burg eingezeichnet, da ich nur «Schlossberg» kenne. | |||
| WT16A | Sulz | Konserviert | |||
| WT17 | Etzgen, Sandrüti | Zerstört. Hier ist mir nur Sandrüti bekannt, deshalb habe ich den Turm bei Sandrütihalde eingezeichnet. | |||
| WT18 | Etzgen, Hauensteiner Fähre | Zerstört. Mir ist nur «Hauensteiner Fähre» bekannt, deshalb habe ich den Standort beim «Fähriweg» eingezeichnet. | |||
| WT19 | Etzgen, Rote Waag | Hier wurde 1892 die Bauinschrift gefunden. Den Standort habe ich ungefähr eingezeichnet | |||
| WT20 | Schwaderloch, Unteres Bürgli | Dieser Wachtturm ist gemäss der Kantonalen Denkmalpflege Aargau nicht ausgegraben. Auf der Karte 1:25’000 ist er eingezeichnet. Das Gelände ist privat und nicht genau einsehbar. | |||
| WT21 | Schwaderloch, Oberes Bürgli | Die Reste sind konserviert | |||
| WT22 | Leibstadt, Schloss Bernau | Dieser Turm wurde zerstört. | |||
| WT23 | Full-Reuenthal, Jüppe | Der Standort ist auf der Übersichtstafel beim Turm 27 eingezeichnet. Der Turm ist nicht konserviert | |||
| WT24 | Im Sand-Felsenau | Der Standort ist auf der Übersichtstafel beim Turm 27 eingezeichnet. Das Buch «Die Römer in der Schweiz» führt die gleichen Koordinaten auf (Allerdings wird er dort als Turm 23 aufgeführt. Diese Nummer wird auch für einen anderen Turm verwendet, dafür fehlt die Nummer 24.). | |||
| WT25 | Koblenz, Frittelhölzli | Den Standort habe ich in der Nähe von «Frittel» eingezeichnet. Genaueres über den Standort ist mir nicht bekannt. Auf der Übersichtstafel beim Turm 27 ist er nicht eingezeichnet. | |||
| WT26 | Rütenen | Den Standort habe ich in der Nähe von «Rütenen» eingezeichnet. Genaueres über den Standort ist mir nicht bekannt. Auf der Übersichtstafel beim Turm 27 ist er nicht eingezeichnet. | |||
| WT27 | Kleiner Laufen | Der Turm ist konserviert | |||
| Kastell | Zurzach | Das Kastell habe ich separat beschrieben | |||
| WT28 | Oberfeld | Der Turm wurde nicht konserviert. Mir ist nur Oberfeld bekannt. Deshalb habe ich den Standort beim Campingplatz Oberfeld eingezeichnet. | |||
| WT29 | Rekingen, Schlösslacker | Der Turm wurde zerstört. Ich habe ihn beim Schlössliacker eingezeichnet. | |||
| WT30 | Mellikon, In der Hub / Rheinzelg | Der Turm wurde zerstört. Ich habe ihn zwischen Hueb und Rizelg eingezeichnet. | |||
| WT31 | Rümikon, Tägerbach | Diesen Turm habe ich nicht eingezeichnet. Der Tägerbach fliesst westlich von Rizelg (200 Meter) in den Rhein. Ich bin nicht sicher, ob dies wirklich ein separater Turm war. Hier wird auf 2 Türme auf dem ehemaligen Gemeindegebiet hingewiesen. Auf der Karte beim Turm 41 ist der Turm 33 zu weit westlich eingezeichnet. Kurz vor der Biegung des Rheins. | |||
| WT32 | Rümikon | Diesen Turm habe ich nicht eingezeichnete. Es gilt das gleiche wie beim Turm 31. | |||
| WT33 | Sandgraben | Der Turm ist konserviert. | |||
| WT34 | Fisibach, Bleiche | Der Turm ist nicht konserviert. Ich habe Ihn bei Bleichi eingezeichnet. | |||
| WT35 | Weiach, Lebern | Der Turm ist nicht konserviert. Ich habe Ihn bei Leberen eingezeichnet. | |||
| WT36 | Hardwald | Der Turm ist konserviert. | |||
| WT37 | Glattfelden, Zweideln-Schlossbuck | Der Turm ist konserviert. | |||
| WT38 | Rheinfelden-Schlossbuck | Der Turm wurde zerstört. Ungefähr eingezeichnet | |||
| WT39 | Eglisau, Schlossplatz | Zerstört. Beim Schloss eingezeichnet. | |||
| WT40 | Rhinsberg, Burg | Der Turm ist zerstört. Auf der Landkarte 1:25’000 wird der Berg als Rischberg bezeichnet. Die Angaben sind zu ungeau um den Turm einzuzeichnen. | |||
| WT41 | Frienstein-Teufen, Tössegg-Schlössliacker | Der Turm ist konserviert. | |||
| WT42 | Berg am Irchel, Ebersberg | Nicht konserviert. Sehr ungauer Standort. | |||
| WT43 | Rheinau, Köpferplatz-Strickboden | Der Turm ist konserviert. | |||
Beschreibung der einzelnen Standorte
Wachturm 2 – Muttenz Au-Hard
Dieser Turm war ca. 8.5 auf 8.6 Meter gross. Die Mauern waren 1.6 Meter breit. Er befand sich ca. 250 Meter vom Rhein entfernt. Vermutlich wurde er nach 370 n. Chr. erbaut.

Wachturm 4 – Pferrichgraben
Dieser Turm war 6 – 7 Meter hoch. Der Wehrgraben befand sich im Norden.

Wachturm 6 – Möhlin-Riburg, «Bürkli»
Heute sind hier die Reste einer Toranlage aus dem 10. Jahrhundert zu sehen. Hier stand ein Turm, welcher in den Rhein gestürzt ist. Man vermutet, dass er zur Römischen Grenzbefestigung gehörte.

Wachturm 7 – Möhlin-Fahrgraben
Dieser Wachturm war ca. 9.5 x 9.5 Meter gross. Heute ist noch eine Ecke zu sehen.

Wachturm 8 – Möhlin-Untere Wehren
Dieser Wachturm war ca. 9 x 9 Meter gross. Heute ist nur ein Teil der Südmauer zu sehen.

Wachturm 9 – Wallbach-Stelli
Dieser Turm war mit 17.5 x 17.5 Metern sehr gross.

Wachturm 16A – Sulz, Rheinsulz
Dieser Turm war 14.7 x 15.2 Meter gross. Die Mauerstärke betrug 2.3 Meter.

Wachturm 21, Schwaderloch, Oberes Bürgli
Der Turm war 7.5 x 7.5 Meter gross. Die Mauern sind in den Fundamenten 1.2 – 1.5 Meter dick, im aufgehenden Bereich 1.25 – 1.30 Meter. Der Turm stand an einem verlandeten Nebenarm des Rheins, deshalb steht er heute relativ weit weg vom Rhein.

Wachturm 27, Kleiner Laufen
Die Mauern des Turms bestanden vorwiegend aus Kalkstein. Um den Turm verlief ein Wall und ein Graben. Bei den Ausgrabungen 1906 befand sich die Türschwelle noch an Ort und Stelle. Die Mauern waren 1.5 bis 3 Meter hoch erhalten. Es wurde unter anderem eine Inschrift mit dem antiken Namen des Ortes – Summa Rapida – gefunden.

Wachturm 33, Sandgraben
Das Mauerwerk war leicht rhombisch. Die Grösse war 7.75 x 7.90 Meter. Die Mauerbreite betrug 1.5 Meter. Die Türöffnung war in der Mitte der Rheinseitigen Nordwestmauer.

Wachturm 36, Hardwald
Der Turm war 7.5 x 7.5 Meter gross. Die Grabenwall Anlage ist im Gelände erkenntlich.

Wachturm 37, Zweideln-Schlossbuck
Der Turm war 10 x 10 Meter gross. Die Mauern waren 1.75 Meter breit.

Wachturm 41, Feuerstein-Teufen Tössegg-Schlössliacker
Der Turm war 12.6 x 12.4 Meter gross. Die Mauerbreite betrug 2 Meter. Die Türschwelle in der Nordmauer ist erhalten.

Wachturm 43, Rheinau Köpferplatz-Strickboden
Der Turm war 9.9 x 9.9 Meter gross. Die Mauerbreite betrug 2 Meter im Fundament und 1.7 Meter im aufgehenden Bereich. Der Eingang lang im Norden.
